Die Frage nach der richtigen Bürogröße taucht fast immer zu spät auf. Entweder ist das Büro plötzlich zu klein oder deutlich größer, als es im Alltag gebraucht wird.
Dabei lässt sich der Flächenbedarf erstaunlich gut einschätzen – wenn man weiß, worauf es wirklich ankommt.
Die wichtigste Frage zuerst: Wie wird gearbeitet?
Bevor es um Quadratmeter geht, sollte eine andere Frage beantwortet werden: Wie nutzen Sie Ihr Büro tatsächlich?
- Klassische Schreibtischarbeit oder viel Austausch?
- Feste Arbeitsplätze oder flexible Nutzung?
- Kundenverkehr oder internes Arbeiten?
- Vollzeit-Präsenz oder hybrides Modell mit Homeoffice?
Aus unserer Erfahrung ist genau das der Punkt, an dem viele Planungen scheitern – weil man vom Ideal ausgeht, nicht vom Alltag.
Die einfache Büro-Faustformel
Als grober Richtwert gilt in der Praxis:
- 12–15 m² pro Arbeitsplatz
- plus 20–40 m² Zusatzflächen (Besprechung, Küche, Technik, Flur)
Beispiele:
- 3 Arbeitsplätze → ca. 60–80 m²
- 5 Arbeitsplätze → ca. 90–120 m²
- 10 Arbeitsplätze → ca. 160–220 m²
Mehr Fläche kann sinnvoll sein – muss es aber nicht.
Praxisbeispiele aus der Vermietung
Einzelbüro / Freelancer
- 1 Arbeitsplatz, wenig Meetings, kein Kundenverkehr → 25–35 m² reichen meist völlig aus
Kleines Team (3–5 Personen)
- Feste Arbeitsplätze, ein Besprechungsraum, kleine Teeküche → 80–120 m²
Klassisches Büro (8–12 Personen)
- Kundenkontakte, regelmäßige Meetings, Empfang oder Wartebereich → 180–250 m², abhängig vom Grundriss
Hier zeigt sich: Der Zuschnitt ist oft wichtiger als die reine Fläche.
Remote Work & Flächenbedarf
Viele Büros sind heute nicht mehr dauerhaft voll ausgelastet. Bereits früher lag die tatsächliche Nutzung oft nur bei 60–70 %. Mit Homeoffice-Modellen sinkt dieser Wert weiter:
- Weniger feste Arbeitsplätze
- Mehr flexible Zonen
- Kleinere Gesamtfläche bei gleicher Teamgröße
Wichtig: Weniger Fläche heißt nicht schlechteres Arbeiten – sondern gezieltere Nutzung.
Offizielles Maß für Büroflächen
Eine Bürofläche ist der Bereich, in dem überwiegend Schreibtischarbeit stattfindet. Rechtlich relevant sind u. a.:
- Arbeitsstättenverordnung
- Arbeitsschutzgesetz
- DIN-Normen für Büroarbeitsplätze
Mindestmaß:
- 8 m² für den ersten Arbeitsplatz
- +6 m² je weiterem Arbeitsplatz
In der Praxis liegen funktionierende Büros meist darüber.
Häufige Planungsfehler
- Wachstum nicht mitgedacht
- Besprechungsflächen unterschätzt
- Schlechte Grundrisse schön gerechnet
- Zu viel Fläche „für alle Fälle“ angemietet
Ergebnis: Hohe Fixkosten oder tägliche Improvisation.
Fazit aus der Praxis
Die richtige Bürogröße ist kein Rätsel – aber auch keine reine Excel-Übung. Sie ergibt sich aus Arbeitsweise, Teamgröße, Zukunftsplänen und einem guten Grundriss.
Die FOCUS Immobilienmakler GmbH unterstützt Unternehmen dabei, den Flächenbedarf realistisch einzuschätzen und Büros zu finden, die im Alltag funktionieren.
👉 Sprechen Sie uns gern an – wir rechnen mit Ihnen, nicht gegen Sie.







